Naturheilpraxis Müller

Währe

Ausleitungsverfahren

Ein grundsätzliches Anliegen der naturheilkundlichen Therapie ist die Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Ausleitungsverfahren wie Aderlass, Blutegeltherapie, Baunscheidt-Verfahren oder Schröpfen aktivieren die Selbstheilung, indem sie die körpereigenen Entgiftungssysteme von Leber, Niere, Haut und Darm anregen. Durch die Unterstützung und Verbesserung der Funktion dieser Entgiftungsorgane können Störfaktoren ausgeschaltet, Blockaden gelöst und damit Heilung möglich gemacht werden.
Der Begriff Ausleitungsverfahren entspringt der so genannten Humoralmedizin welche ein seit der Antike bis in das 19. Jahrhundert vorherrschendes medizinisches Erklärungsmodell beschreibt. Aus heutiger naturheilkundlicher Sicht bewirken Ausleitungsverfahren die Verstärkung von Ausscheidungs- und Entgiftungsvorgängen, eine Entlastung des Stoffwechsels, die Reinigung von Blut und Lymphe sowie eine Linderung von Schmerzen.

Übliche Ausleitungsverfahren

Schröpfen:

Damit wird eine örtliche  Blutableitung (und Gifte-Ableitung) mit Hilfe eines auf die Haut Schroepfen - Ausleitungsverfahrenaufgesetzten Schröpfkopfes bezeichnet. Diese Behandlung beseitigt örtliche Stauungen und hat – über die Reflexbögen der Nerven – auch anregende Auswirkung auf die inneren Organe.

In der westlichen Welt wird auf Hautarealen, welche Verbindungen zu den Organen (Headsche Zonen) haben, geschröpft. Auf der Wirbelsäue wird in der Regel nicht geschröpft. Es wird zwischen trockenen Schröpfen (wurde bereits früher in den Familien selbständig durchgeführt) und dem blutigen Schröpfen unterschieden. Letzteres darf nur von einem Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt werden. Schröpfen ist sehr wirkungsvoll und kann – vor allem am Beginn der Krankheit – sehr schnell zur Gesundung führen.

Sehr wirkungsvoll und von vielen Patienten geschätzt ist die Spezialform der Schröpfmassage. Hierbei schiebt der Therapeut den Schröpfkopf nach dem Ansetzen über bestimmte Areale. Bekannt ist u. a. die Behandlung von Cellulite. Ich habe auch sehr gute Erfahrungen bei der Behandlung von bronchialen Problemen gemacht.

Schröpfen in der TCM

Schroepfen klein - AusleitungsverfahrenIn der asiatischen Welt ist das Schröpfen schon seit Jahrtausenden bekannt und sehr weit verbreitet. Während westliche Therapeuten die Schröpfköpfe an Segmenten anwenden setzen die Therapeuten in China diese über Akupunkturpunkte.

Das blutige Schröpfen ist in China eher untergeordnet. Dafür werden die Schröpfköpfe häufig über eingestochene Akupunkturnadeln gesetzt. Dies verstärkt die Wirkung der Akupunktur erheblich. Gerade bei akuten Erkrankungen wie z. B. einer Erkältung wird  damit sehr schnell geholfen werden.

Aufgrund der Tatsache, dass einige Akupunkturpunkte auch auf der Wirbelsäule liegen, setzen die chinesischen Therapeuten die Schröpfköpfe auch an dieser Stelle.

Blutegeltherapie:

Aufgrund der hohen gesetzlichen Auflagen führe ich diese Therapie derzeit nicht in meinen Praxisräumen durch.

Die Wirkung der Blutegeltherapie entspricht der eines sehr sanften und langsamen leech 150x150 - AusleitungsverfahrenAderlasses. Darüber hinaus sondern die Tiere mit ihrem Speichel verschiedene Stoffe ab, die eine heilende Wirkung auf den menschlichen Organismus ausüben. Die Substanzen wirken entstauend, entzündungshemmend, lymphstrombeschleunigend und immunisierend. Sie werden überwiegend bei chronischen und akuten Entzündungen, bei Krampfadern, Hämorrhoiden, Lymphstauungen, Blutergüsssen, hartnäckigen Erkältungen, Kopfschmerzen und Migräne sowie zur Schmerzlinderung bei Arthrosen eingesetzt

Aderlaß:

Aufgrund der hohen gesetzichen Auflagen führe ich diese Therapie derzeit nicht in meinen Praxisräumen durch.

Aderöass 150x150 - AusleitungsverfahrenDieses alte Verfahren hat auch in der heutigen Medizin noch seinen festen Sitz. Die Durchführung hat sich jedoch stark verändert. Je nach Alter, Geschlecht und Konstitution werden zwischen 50 und 500 ml Blut über die Vene in der Ellenbeuge abgenommen. Der Aderlass bewirkt zum einen eine Verringerung, Entlastung und Reinigung des Blutes, zum anderen regt er die Blutbildung an. Und dies selbst bei blutarmen Menschen. Er wirkt krampflösend und schmerzstillend. Indikationen für einen Aderlass sind unter anderem die Blutfülle und die Blutstauung (Kopfschmerzen, Schwindel, Schweißausbrüche, Ohrensausen, Nasenbluten, Schlaflosigkeit, Asthma, Krampfadern, Hämorrhoiden und Depressionen).